Hundepsychologie
Helga Syz

Inhalt

Normales Verhalten beim Hund

Der Hund stammt vom Wolf ab. Das konnte mit genetischen Tests zweifelsfrei festgestellt werden.

Der Wolf lebt in einem Rudel mit einer klaren hierarchischen Sozialordnung. Das bedeutet, dass jedes Tier seinen Platz hat, wobei es keine zwei Tiere mit dem gleichen Rang gibt.

Das Alphatier, das die Führung des ganzen Rudels übernimmt, muss ein intelligentes, erfahrenes Tier sein. Nur so kann das Überleben der ganzen Gruppe garantiert werden. Wird die Sozialordnung gestört, führt dies zu grosser Verunsicherung.

Ihr Hund wird gemäss seinem natürlichen Verhaltensprogramm Sie und Ihre Familie als sein Rudel betrachten. Er erwartet von Ihnen als Halter/in, dass Sie die Rolle des Alphatieres übernehmen. Dann wird er Ihnen vertrauen und seine Erziehung wird viel einfacher sein.

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Abweichendes Verhalten beim Hund

Beim erwachsenen Hund können nicht selten Verhaltensweisen beobachtet werden, die für Sie als Halter/in, aber auch für Ihre Mitmenschen und Ihren Hund selbst unangenehm oder sogar gefährlich sein können.

Beispiele für abweichendes Verhalten beim Hund sind:

  • Aggressivität gegenüber Artgenossen und Menschen
  • problematisch an der Leine, Ungehorsam, ist nicht erziehbar
  • ist nicht stubenrein
  • Kläffen, kann nicht allein sein, Zerstörungswut
  • läuft weg, jagt
  • Ängstlichkeit, Lärmempfindlichkeit
  • Autofahren ist problematisch
  • gestörtes Fressverhalten

Kennen Sie eine oder mehrere Verhaltensweisen von Ihrem Hund? Lassen Sie nicht zu, dass Sie, Ihre Umwelt oder Ihr Hund darunter leiden! Die Tierpsychologie hat effektive Methoden entwickelt, um diese Verhaltensweisen zu korrigieren.

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Warum es zu abweichendem Verhalten kommen kann

Das Umfeld, indem Ihr Hund aufwächst und lebt, entspricht nur noch teilweise den natürlichen Bedingungen. Auch Mängel oder Fehler in der Aufzucht und Haltung können zu abweichendem Verhalten führen.

Solche Fehler oder Mängel können sein:

  • gestörte Aufzuchtbedingungen bis zum Alter von 10 Wochen
  • Stress und Überforderung im Welpenalter (bis 16 Wochen)
  • mangelnde oder fehlende Sozialkontakte mit Artgenossen und Menschen im Welpenalter
  • keine oder ungenügende Erfahrungen mit dem menschlichen Umfeld (Autofahren, Lärm, Haushaltgeräte, öffentliche Verkehrsmittel, Menschenansammlungen, Alleinsein etc.)
  • ungenügende Erziehungsmethoden (grob, inkonsequent, unklar, fehlend)
  • Missverständnisse zwischen Hund und Halter/in
  • rassenspezifische Charaktereigenschaften, die nicht zum Halter passen

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Verhaltenstherapie beim Hund

Die Verhaltenstherapie ist eine Ansammlung verschiedener Methoden, die auf Grund wissenschaftlicher Erkenntnisse entwickelt wurden. Ihre Wirksamkeit ist nachgewiesen und sie werden mit grossem Erfolg angewandt.

Ihr/e Tierpsychologe/in wird zunächst genau erfragen, welche Verhaltensauffälligkeiten Ihr Hund zeigt, wann sie auftreten, seit wann sie bestehen und wie Sie sich als Halter/in in der Situation verhalten. Sie werden auch nach den Aufzuchtbedingungen und andern Erfahrungen Ihres Hundes gefragt.

Danach wird entschieden, welche Methoden zur Anwendung kommen. Es gilt der Grundsatz, dass erwünschtes Verhalten belohnt, unerwünschtes jedoch ignoriert oder umgeleitet wird.

Ihr/e Tierpsychologe/in wird Ihnen dann zeigen, was Sie selbst tun können. Sie werden sehen, dass die Arbeit mit Ihrem Hund nicht nur erfolgreich ist, sondern auch viel Spass macht!

Kontaktieren Sie mich, wenn Sie eine Beratung wünschen.

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Seite zuletzt geändert am 22. 09. 2009 21:28:27

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